Invest Dortmund - Venture Capital Roundtable
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Invest Dortmund: Venture Capital Roundtable


Finanzspritze für Start-ups

Venture Capital Roundtable setzt Unternehmer und Investoren an einen Tisch

Am 23. Oktober 2014 brachte der 11. Venture Capital Roundtable "Neue Technologien und Materialien" Unternehmen und Wagniskapitalgeber zusammen. Im RWE-Forum des Dortmunder U hatten zehn ausgewählte, junge und innovative Unternehmen jeweils zehn Minuten Zeit, um den potentiellen Investoren ihre Ideen und Geschäftsmodelle vorzustellen und die Geldgeber von ihren Konzepten zu überzeugen. Veranstalter waren das dortmund-project der Wirtschaftsförderung, das TechnologieZentrumDortmund, die NRW.BANK, die KfW Mittelstandsbank, SeedCapital Dortmund und der High-Tech Gründerfonds.

Thomas Westphal eröffnete die Veranstaltung. "Die Wirtschaftsstruktur in Dortmund hat sich in den letzten Jahren umfassend verändert", beschrieb der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund den Strukturwandel in der ehemaligen Montanmetropole. Allein zwischen 1999 und 2009 seien in der Stadt 60.000 Arbeitsplätze in Firmen entstanden, die es bis dahin noch nicht gab. "Das hat Dortmund gerade in den modernen Technologien stark gemacht", so Westphal weiter.

Vier der Unternehmen, die sich den Investoren präsentierten, kommen aus Dortmund. ION-GAS arbeitet an einem mobilen System für die medizinische Frühdiagnostik über die Analyse der Atemluft. So kann zum Beispiel Niereninsuffizienz durch Blutanalysen oft erst dann festgestellt werden, wenn das Organ bereits stark geschädigt ist. Die Dialyse kann dann nicht mehr vermieden werden. Durch die nicht-invasive Atemluftanalyse können Schädigungen deutlich früher erkannt und somit auch das Gesundheitssystem deutlich entlastet werden. Wie genau diese Technik arbeitet, verdeutlicht der wissenschaftliche Leiter Dr. Wolfgang Vautz: "Wir könnten ein Stück Würfelzucker im Signal-Iduna-Park nachweisen."

Die MagneticMover GmbH entwickelt und betreibt Arbeitsgeräte, die durch Magnetismus an metallischen Oberflächen haften und dort Arbeiten ausführen können, die bisher nur durch den Aufbau von Gerüsten und durch hohen Personal- und Zeiteinsatz möglich sind. Mögliche Einsatzgebiete der "MagMover" sind die Kesselreinigung, Schiffsrumpfreinigung und -lackierung oder die Wartung von Windenergieanlagen. Ein erster Prototyp soll noch in diesem Jahr testweise bei RWE zur Kesselreinigung zum Einsatz kommen.

Das Tech-Startup-Unternehmen ShopCo hat eine Technologie entwickelt, mit der Kunden in jedem Online-Shop weltweit jedes Produkt mit nur einem Klick kaufen können, sogar über das Smartphone.
Die minnits GmbH bietet eine mobile Einstopp-Softwareplattform an. Selbstständige und Freiberufler können ihre Reisekosten und Belege abfotografiert, eingescannt, per E-Mail oder Cloud-Speicherdienste, aufspielen. Alle Belege werden vollautomatisch erkannt, kategorisiert, autodynamisch mit Bankenkonten und Kreditkarten abgeglichen und per DATEV-Export an den Steuerberater weitergegeben.

Vor einem möglichen Erfolg müssen die jungen Unternehmen die Entwicklung ihrer Produkte und den Markteintritt bewältigen. Diese Entwicklungsphase ist eine große Herausforderung. Die erwirtschafteten Umsätze decken häufig kaum die notwendigen Kosten. Daher sind viele Unternehmen auf externe Finanzmittel angewiesen. Doch der Umfang öffentlicher Förderung ist begrenzt und Bankdarlehen sind nur über Sicherheiten verfügbar. Daher ist die Bereitstellung von Venture Capital – also Risikokapital – von hoher Bedeutung.

Zum Roundtable in Dortmund waren Risikokapitalgeber aus ganz Deutschland angereist. Einer dieser Investoren ist die SeedCapital Dortmund GmbH & Co. KG. Mit SeedCapital II haben die Sparkasse Dortmund, die NRW.BANK und ein unternehmerisch tätiger privater Investor bereits den zweiten Fonds für solche Risikobeteiligungen aufgelegt. Der Fonds ist mit 10,5 Millionen Euro ausgestattet. "Zwei Unternehmen haben wir damit bisher auf den Weg gebracht, weitere Prüfungen laufen bereits", erklärt Gerhard Steinkamp von der Seed Capital Dortmund. "Insgesamt wollen wir 10 bis 12 Unternehmen aus dem Großraum Dortmund aufnehmen, und interessante Kandidaten haben wir auch heute gesehen."

 

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